Galerie im Park
Johanna von Schönfeld, Ohrenkuss-Ausgabe "Superkräfte", 2013
© Martin Langhorst

TOUCHDOWN Eine Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom

Diese Ausstellung erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Down-Syndroms. Sie zeigt Spuren von Menschen mit Down-Syndrom in verschiedenen Zeiten und in Ländern, in Kunst und Wissenschaft. Sie erzählt, wie Menschen mit Down-Syndrom heute in unserer Gesellschaft leben, wie sie früher gelebt haben und wie sie in Zukunft leben möchten. Die Besucher lernen den englischen Arzt John Langdon Down (1828–1896) kennen, nach dem das Down-Syndrom benannt ist. Die Ausstellung erzählt aber auch von der Ermordung von Menschen mit Down-Syndrom in der Zeit des Nationalsozialismus und beschäftigt sich mit der neuesten wissenschaftlichen Forschung über die Trisomie 21.


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Video: Behind the art – Ausstellung in der Bundeskunsthalle
Die Ausstellung Flyer ist Teil des Jahresprojektes LEIDENSCHAFT, sie wird ergänzt durch ein Begleitprogramm.
Touchdown ist eine Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn, in Kooperation mit dem Forschungsprojekt TOUCHDOWN 21
Den Text des Begleit-Programms finden Sie auch in "Klarer Sprache" hier
Führungen für Gruppen: Anmeldeformular


 

Begleitprogramm

Daniel Rauers, Ohrenkuss, Ausgabe »Superkräfte«, 2013 Foto: Martin Langhorst
Galerie im Park
So. 28.5. 15.00 Uhr
Tandem-Führungen

TOUCHDOWN Öffentliche Tandem-Führungen

Die Führungen finden mit jeweils einem Kultur-Vermittler mit und ohne Down-Syndrom statt.
Weitere Termine:


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So 04.06. (Pfingsten) | 15.00 Uhr
So 11.06. | 15.00 Uhr
So 18.06. | 15.00 Uhr
So 25.06. | 15.00 Uhr
So 02.07. | 15.00 Uhr
So 16.07. | 15.00 Uhr
So 23.07. | 15.00 Uhr
So 30.07. | 11.30 Uhr
So 06.08. | 15.00 Uhr
So 27.08. | 15.00 Uhr
Führungen für angemeldete Gruppen und Schulklassen Gruppenführung (nach Möglichkeit) mit Tandempartner (ca. 90 Min.) bis zu 25 Personen: 85 € inkl. Eintritt
Gruppenführung ohne Tandempartner (ca. 60 min) bis zu 25 Personen 50 € inkl. Eintritt
Anmeldeformular Download


5 € / 2,50 € zzgl. Eintritt (Anmeldung empfohlen)
info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Mahnmal im Park
Krankenhaus-Museum
Di. 30.5. 16.00 Uhr

Gedenktag für die Bremer Opfer der Psychiatrie und Gesundheitpolitik im Nationalsozialismus

Die Veranstaltung erinnert an die vielen hundert Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer aus Bremen, die Opfer nationalsozialistischer Medizinverbrechen wie Zwangssterilisation und »Euthanasie« geworden sind.


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Auch Bremer Bürgerinnen und Bürger wurden im  Nationalsozialismus Opfer von Medizinverbrechen. Erinnert wird an hunderte Männer und Frauen, die im Krankenhaus St. Jürgen-Straße zwangsweise sterilisiert, in psychiatrischen Tötungsanstalten – wie auch in der Bremer Nervenklinik – um ihr Leben gebracht wurden. Ebenso kommt die Beteiligung des ehemaligen Sanatoriums Dr. Benning in Oberneuland (heute Ameos Klinikum) an den  Medizinverbrechen zur Sprache.
Begrüßung: Judith Borsch (Direktorin Klinikum Bremen-Ost)
Einführung: Prof. Dr. Uwe Gonther (Ärztlicher Direktor Ameos Klinikum Dr. Heines) und Friedrich Buhlrich (Angehöriger, Gedenkkreis)


Eintritt frei
Treffpunkt am Mahnmal IRRSTERN


Galerie im Park
Sa. 10.6. 15.00 Uhr
Vortrag

TOUCHDOWN Spezial: Der Blick durchs Mikroskop – den Chromosomen auf der Spur

Die Humangenetikerin Dr. Stephanie Spranger demonstriert in der Ausstellung TOUCHDOWN anschaulich ihre Arbeit im Labor der Praxis für Humangenetik-Bremen und stellt sich den Fragen der Besucher und Besucherinnen. Weiterer Termin: 19.8.17 um 15 Uhr.


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Kostenbeitrag: 5 € /2,50 € (inkl. Eintritt)


Margret, Erika, Hans Buhlrich, Foto Archiv
Galerie im Park
Mi. 14.6. 15.00 Uhr
Zeitzeugengespräche

Früher vernichtet – heute geklont?

Zeitzeugengespräche mit Angehörigen über „lebensunwertes Leben“ und das Streben nach dem perfekten Menschen gestern und heute.
Teilnehmer:  Friedrich Buhlrich (Gedenkkreis), Jutta Liebetruth (AK Down-Syndrom e.V.) Moderation: Achim Tischer
Das nächste Zeitzeugengespräch findet am Mi 19.7. um 15 Uhr statt. Teilnehmer: Hans-Walter Küchelmann (Gedenkkreis), Judith Hennemann (Verein 21 hoch drei Bremen) Moderation: Achim Tischer


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In der Zeit des Nationalsozialismus sind in Deutschland tausende kranke und behinderte Menschen ermordet worden. Mehr als achthundert Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer aus Bremen zählen zu den Opfern der nationalsozialistischen Medizinverbrechen. An den Rand der Gesellschaft gedrängt, als „lebensunwert“ diffamiert, wurden sie schließlich nicht nur sozial,
sondern auch physisch vernichtet.
In diesem Gespräch reden Angehörige von Psychiatriepatienten, die in der NS-Zeit Geschwister oder Eltern verloren haben, mit Angehörigen von Menschen mit Down-Syndrom. Gibt es Kontinuitäten in der Ausgrenzung und Diffamierung der Menschen
mit Trisomie 21 bis heute?



5 € / 2,50 €


Haus im Park
Mi. 14.6. 19.00 Uhr
Vortrag

Was wir von Menschen mit Trisomie 21 lernen können

Prof. Dr. André Frank Zimpel (Erziehungswissenschaftler, Universität Hamburg) fasst auf Basis einer groß angelegten Studie zusammen, was heute als gesicherter Befund gelten kann und welche Konsequenzen unser Bildungssystem daraus zu ziehen hat.


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Menschen mit Trisomie 21 erschließen sich Dinge anders als Menschen ohne diese genetische Abweichung. Sie neigen verstärkt dazu, von Einzelheiten abzusehen. Sie sind deshalb auf geeignete Abstraktionen (Buchstaben, Gebärden, mathematische Symbole usw.) mehr angewiesen als andere Personen.
Der Unterricht an Förderschulen trägt diesen neuropsychologischen Besonderheiten nur wenig Rechnung und wirkt eher kontraproduktiv. Gleiches gilt für die vorhandenen Lehr- und Lernmethoden, die solche Aufmerksamkeitsbesonderheiten bislang nur unzureichend berücksichtigen. Sie müssen überdacht werden, um weiter auszubauen, was bisher nur in Aufsehen erregenden Einzelfällen gelingt: normale Ausbildungsgänge für Menschen mit Trisomie 21 bis hin zum Universitätsabschluss.


8 € / 5 € Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Markus Keuler, Etepetete 2016 (Ausschnitt)
Galerie im Park
So. 18.6. 11.30 Uhr
Künstlergespräch

Gespräch mit dem Künstler Markus Keuler

Der Bremer Bildhauer Markus Keuler versteht seine künstlerische Arbeit als dauerndes Aufräumen im Durcheinander. Seine figürlichen Holzskulpturen erlangen oft durch Vereinfachung, Versuchscharakter und unkonventionelle Physiognomie starke Präsenz. Mit zwei Figuren hat er sich an der Ausstellung TOUCHDOWN beteiligt.


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5 € /2,50 € (inkl. Eintritt)


Dr. Michael Wunder
Haus im Park
Mi. 21.6. 17.00 Uhr
Vortrag

Pränataldiagnostik – Vision, Illusion, Selektion?

Im Rahmenprogramm der Ausstellung TOUCHDOWN mit und über Menschen mit Down-Syndrom veranstalten wir in Kooperation mit der Ärztekammer Bremen eine Vortragsveranstaltung mit Podiumsdiskussion zu ethischen Fragen der Pränataldiagnostik. Referent: Dr. Michael Wunder (Leiter Beratungszentrum Stiftung Alstertal Hamburg, ehem. Mitglied des deutschen Ethikrates)


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Moderation: Beate Hoffmann / Gäste: Joachim Steinbrück (Landesbehindertenbeauftragter), Dr. Armin Neumann (Pränatalmediziner), Gabriele Frech (Cara, Beratungsstelle zu Schwangerschaft und Pränataldiagnostik), Bernhard Memering (Ethikkomitee, Gedenkkreis) und Heiner Holthusen.

Bei der Veranstaltung stehen die ethischen Fragen der Pränataldiagnostik im Zentrum: Fühlen sich schwangere Frauen unter  Rechtfertigungsdruck? Wird das Lebensrecht von Menschen mit Down-Syndrom durch die Möglichkeiten der Tests in Frage gestellt? Welche Erwartungen werden an den Pränatal-Mediziner herangetragen?
Nach einer Einführung diskutieren die Gäste aus sehr unterschiedlicher Sicht mit dem Referenten und dem Publikum.

Vor der Veranstaltung ist es um 16.00 Uhr möglich, mit Dr. Burkhard Mehl an einer Themenführung durch die Ausstellung
TOUCHDOWN teilzunehmen: Die ärztliche Sicht.


Eintritt frei


Haus im Park
So. 9.7. 15.00 Uhr
Vortrag

Ein Chromosom zu viel?

Eine archäologisch-genetische Spurensuche zu Menschen mit Trisomie 21 im Mittelalter mit der Referentin Prof. Dr. Uta Halle (Landesärchäologin Bremen).


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Erstmals wurde der Versuch an einem mehr als 2500 Jahre alten Skelett unternommen, eine Trisomie 21 nachzuweisen. Die Referentin beschreibt anschaulich den Prozess ihrer wissenschaftlichen archäologischen Forschung. Mit anschließendem Ausstellungs-Rundgang durch den Bereich „Spurensuche in der Vergangenheit“.


5 € / 2,50 € (inkl. Ausstellungsbesuch)


Galerie im Park
So. 30.7. 11.30 Uhr
Führung in Gebärdensprache

TOUCHDOWN Führung in Gebärden-Sprache

Führung in Gebärden-Sprache mit der Gebärden-Dolmetscherin Jula Schultz und Anke Steinmetz.
Dauer: ca. 90 Minuten


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Kostenbeitrag: 5 € /2,50 € (inkl. Eintritt)


Haus im Park
Sa. 5.8.
14.00 - 17.00 Uhr
Fachtag

Ver-störend!?

Auffälliges Verhalten bei behinderten Menschen. Der Fachtag richtet sich an Angehörige von behinderten Menschen –  insbesondere mit Down-Syndrom – und berufsübergreifend an MitarbeiterInnen aus medizinischen, therapeutischen, pflegerischen, pädagogischen und sozialen Berufen.


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Das Verhalten von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung stellt häufig im täglichen Umgang im familiären wie im therapeutischen Bereich eine große Herausforderung dar.
Verhaltensstörungen – wie aggressives Verhalten – können vielfache seelische wie körperliche Ursachen haben. Das Erkennen von Gesundheitsrisiken – etwa bei körperlichen und seelischen Schmerzen – und Möglichkeiten von Therapie und Hilfe stehen im
Zentrum der Tagung.
Vortrag: Muss ich immer erst auffällig werden?
Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung.
Referent: Dr. Samuel Elstner (Berlin, Magdeburg)
Vortrag: Schmerzen? Wirklich? Und jetzt?
Überlegungen zum Umgang mit Schmerz bei Menschen mit geistiger Behinderung
Referent: Dr. Jörg Stockmann (Bielefeld)
Fortbildungspunkte ÄKB beantragt
KulturAmbulanz, Forschungsprojekt TOUCHDOWN 21, Zentrum für psychosoziale Medizin, Gesundheit Nord


8 € /5 € Anmeldung empfohlen
info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Foto: Svetlana Gasetzki für Ohrenkuss
Haus im Park
Sa. 12.8.
10.00 - 17.00 Uhr
Fachtag

Mein Seelenleben – Was kann ich tun, damit es mir gut geht?

Der Fachtag richtet sich an erwachsene Menschen mit Down-Syndrom. Sie arbeiten an dem Tag mit Fach-Leuten. Sie schreiben eigene Texte. Sie arbeiten mit einem Künstler. Sie haben Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen.
ReferentInnen: Tilman Rohrer, Dr. Katja de Braganca, Anne Leichtfuß, Peter Kurenbach


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Sie sprechen über diese Fragen:
• Was brauche ich, damit es mir gut geht?
• Wie kann ich mich gut um meine Seele kümmern?
• Welche Unterstützung brauche ich dafür?

KulturAmbulanz, Forschungsprojekt TOUCHDOWN 21


Kosten: 60 € (inklusive Mittagessen, Kaffee, Getränken)
Teilnehmerzahl ist begrenzt - nur mit Voranmeldung info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Galerie im Park
So. 13.8. 11.30 Uhr
Öffentliche Themenführung

Touchdown Spezial: Die ärztliche Sicht

Öffentliche Themenführung mit Dr. Burkhard Mehl, ehemaliger Leiter des Sozialpädiatrischen Instituts am Kinderzentrum Klinikum Bremen-Mitte.


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Kostenbeitrag: 5 € / 2,50 € (inkl. Eintritt)