Attila Szücs, Leo is sitting in an armchair, 2001, Öl auf Leinwand
22.3. - 31.5.2015 | Galerie im Park

Äther

Zwischen-Welten in der zeitgenössischen Kunst

In der griechischen Mythologie benennt »Äther« einen Ort im »oberen Himmel«, in den die Seele nach dem Tod hinaufsteigt.
In der Medizin ermöglicht die Äther Narkose einen schmerzlosen Schlaf in einer Zwischen-Welt. Diese »Welt dazwischen« ist Dreh-und Angelpunkt der Ausstellung.
So werden wir hineingezogen in die künstlerischen Zwischen-Welten, in Sehnsuchtsorte und Alpträume, in einen unendlichen Äther.
Künstler: Chandra Fanti, Gregor Gaida, Nikolai Makarov, Attila Szücs, Alexander Timofeev
Kurator: Uwe Goldenstein


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Friedrich Schröder-Sonnenstern
7.6. - 30.8.2015 | Galerie im Park

Friedrich Schröder-Sonnenstern

Der »dreifache Weltmeister aller Künste« und seine Werkstatt

Erstmalig nach über vier Jahrzehnten zeigt das Krankenhaus-Museum und die Villa Zanders in Bergisch-Gladbach eine Ausstellung von Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892–1982).
Die erotischen und (alp-)traumhaften Bilderfindungen des  Einzelgängers irritierten und begeisterten. Erst mit der 55. Biennale in Venedig 2013 ist das Werk von »Friedrich, dem Einzigen« wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.


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»Ich bin Maler, Dichter, Schriftsteller und Komponist. Ich bin Tiefenpsychologe. Ich bin ein altes Arschloch und praktiziere die schönsten und ekligsten Bilder der Welt.« Eine Ausstellung über einen der umstrittensten und faszinierendsten Maler im Nachkriegsdeutschland.
Ausstellungsflyer


Ausschnitt Titelbild, Werkstatt Lebenshunger e.V
6.9. - 18.10.2015 | Galerie im Park

Klang meines Körpers

In der Ausstellung gewähren betroffene Jugendliche einen tiefen und nachhaltigen Eindruck in ihre Gefühls- und Gedankenwelt – weit über die sachliche Information hinaus. Mit sehr persönlichen Bildern, Texten und ausgewählten Musikstücken sprechen sie die Besucherinnen und Besucher direkt an.


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„Wir haben eine Ess-Störung, aber wir sind keine – und wir wollen darüber sprechen.“ Mit diesem Wunsch erarbeiteten betroffene Jugendliche mit therapeutischer Begleitung die Ausstellung „Klang meines Körpers“. Dabei wird deutlich, wie eng jede Ess-Störung mit dem Hunger nach Leben verbunden ist.
Das interaktive Ausstellungsprojekt berührt und sensibilisiert auf wertschätzende und respektvolle Weise für ein gesamtgesellschaftliches Thema. Zugleich informiert es über Möglichkeiten der Prävention und zeigt kreative Wege aus der Krankheit. Die Ausstellung wird ergänzt durch Arbeiten eines Kunstwettbewerbs und eines Ferienprojektes zum Thema (M)EIN KÖRPER.
Infos zum Begleitprogramm: Ausstellungsflyer


Edgar Ende, Im Regen vor der Tür (Ausschnitt), 1954
1.11. - 21.2.2016 | Galerie im Park

Die Traumwelt

Skizzen, Zeichnungen und Malerei von Edgar Ende (1901-1965)

»Ich möchte ganz bewusst in die Tiefen des menschlichen Wesens untertauchen und von dorther Bilder heraufholen, die wie ich glaube, nicht nur persönlichen Charakter tragen, sondern überpersönliche Werke sind.« (Edgar Ende, 1948)
Zum 50. Todestag zeigt die Galerie im Park Skizzen, Zeichnungen und Malerei eines vergessenen Malers.


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Edgar Ende (1901-65) hat in vierzig Jahren von 1920 bis 1965 ein einzigartiges malerisches Werk voller Magie und Spiritualität geschaffen. Obwohl er zu Lebzeiten an regionalen und internationalen Ausstellungen beteiligt war, ist Ende nach seinem Tod nur wenig gewürdigt worden. Dabei spiegelt seine metaphorische Bildwelt die archetypischen Ängste des Menschen vor der Endzeit wie bei keinem anderen Maler der Moderne wider.
Die verstörenden Bilder des heutigen Exodus von Abertausenden vor Augen, sind Edgar Endes (alb-) traumhafte und visionäre Bilder aktueller denn je. Zeigen sie doch die Ohnmacht, Hilflosigkeit und Verlorenheit des Menschen in einer Welt voller Gewalt, Zerstörung und Zerrissenheit.
Die Ächtung seiner Malerei als „entartete Kunst“ durch die Nationalsozialisten hatte ein Mal- und Ausstellungsverbot und die existentielle Not der Familie zur Folge. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Edgar Ende seine surreale Bildsprache bis zu seinem Tod weiter. Vor allem sein Sohn – der weltberühmte Schriftsteller Michael Ende – hat in seiner fantastischen Literatur die Traumwelt seines Vaters Edgar Ende vor dem Vergessen bewahrt.
Begleitprogramm
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Sammlung Axel Hinrich und Christa Murken, Herzogenrath. Das Begleitprogramm entstand in Kooperation mit dem Psychoanalytischen Institut Bremen e.V..


21.1. - 13.11.2016 | Galerie im Park

BERÜHREN
Jahresprojekt 2016

Was berührt uns? Wovon werden wir berührt? Was berühren wir gerne, welche Berührungen machen uns Angst? Oder krank? Und was passiert, wenn Berührung gar nicht mehr möglich ist? Wie kam es, dass der in der Hierarchie der fünf Sinne über zweitausend  Jahre ganz unten stehende Tastsinn heute zur Nr.1 avanciert ist? 


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Themenabende, Praktische Übungen und künstlerische Beiträge machen die Inhalte für jeden erfahrbar. Ausstellungen, Workshops,
Erzählcafés, eine Filmreihe und künstlerische Kinderprojekte erweitern und vertiefen das Thema »BERÜHREN«.
Infos zu allen Veranstaltungen: Projektflyer


Ausschnitt Foto: Denis Rouvre, Kazuko Kobayashi, 2011/12
6.3. - 19.6.2016 | Galerie im Park

INCIDENTS – ZWISCHENFÄLLE 事件

Deutsch-Japanische Künstler nach Fukushima

Die Bilder der Dreifach-Katastrophe von Fukushima vom 11.3.2011 haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt.
15 internationale KünstlerInnen erinnern im Innen- und Außenbereich der Ausstellung in vielfältiger Weise (Objekte, Fotografie, Skulptur, Video, Installation, Malerei) an die Ereignisse in Fukushima. Der Fokus richtet sich dabei auf den künstlerischen Umgang mit der Katastrophe, auf die Situation der Menschen heute, insbesondere die der Strahlenflüchtlinge.
Welche ganz persönlichen Erzählungen verbinden die Künstler mit Fukushima als Ort und Symbol?


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Ausstellungsflyer

Künstler: Klaus-Dieter Brunotte (Poesie), Alex Cerveny (Malerei, Objekt), Frank Fuhrmann (Rauminstallation), Chieko Fumikura (Malerei), Helmut Hennig (Video), Malte Jaspersen (Hörspiel), Wolfgang Jeske (Landart, Objekte), Satoshi Ogawa (Installation), Denis Rouvre (Fotografie), Christoph Rust (Lichtinstallation) Ute Seifert (Installation) Takashi Suzuki (Malerei), Shintaro Yanagida (Video), Kwanho Yuh (Fotografie), Michael Zwingmann (Skulptur, Installation)
Kuratoren: Frank Fuhrmann, Ute Seifert, Achim Tischer
Das Projekt ist eine Kooperation der KulturAmbulanz
mit der IPPNW


Julius Klingebiel in seiner Zelle vor seiner Malerei, um 1954 Foto: Asklepios Fachklinikum Göttingen
26.6. - 4.9.2016 | Galerie im Park

Ausbruch in die Kunst.
Julius Klingebiel: Zelle Nr.117

Julius Klingebiels (1904 - 1965) Schicksal und sein bis heute unbekanntes künstlerisches Werk sind einzigartig und faszinierend. Mit 35 Jahren psychisch erkrankt, wurde er 1940 im »Verwahrungshaus Göttingen« untergebracht. Er überlebte die NS-Psychiatrie, blieb aber nach dem Krieg weiterhin geschlossen verwahrt. Von 1951 bis 1963 bemalte er die Wände seiner Einzelzelle und schuf ein einzigartiges Zeugnis der Outsiderkunst. Diese Zelle wird in der Galerie als Fotoinstallation – ergänzt durch künstlerische Arbeiten von Gefangenen und Psychiatriepatienten – zu sehen sein.


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Ausschnitt Ausstellungsflyer
Mi. 3.8. - Di. 6.9. | Untere Rathaushalle Bremen

erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Die Ausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens
als Leitlinie. Sie erzählt die Geschichte von Ausgrenzung,
Zwangssterilisationen und Massenmord, beschäftigt sich mit Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.


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Das Begleitprogramm zur Ausstellung setzt sich in Vorträgen,
Zeitzeugengesprächen, Führungen und Filmen nicht nur mit der Geschichte nationalsozialistischer Psychiatrie- und Gesundheitspolitik auseinander.
Es schafft darüber hinaus ein breites Forum für aktuelle Fragen, die vor dem historischen Hintergrund betrachtet werden: Entschädigung und Wiedergutmachung, Stigmatisierung und Partizipation von Menschen mit körperlichen, geistigen und psychischen Behinderungen, Krankentötungen heute und aktuelle medizin-ethische Fragestellungen.
Ausstellungsflyer
Begleitprogramm
Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in
Verbindung mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden
Europas und der Stiftung Topographie des Terrors.
Multimedia Reportage WESER-KURIER


Richard Stipl & Josef Zlamal, o.T., 2015
18.9. - 13.11.2016 | Galerie im Park

CLOSE TO ME - BERÜHREN

Unsere Gegenwart ist gekennzeichnet von der Auslagerung der Gefühle in die Sphären des Digitalen. Der unmittelbare Kontakt von Mensch zu Mensch spielt immer weniger eine Rolle in der heutigen Kommunikation. Die feinsinnige, subtile Beschäftigung des Künstlers mit der Distanz hingegen erzeugt eine Atmosphäre, die ganz leise und intim eine geradezu “berührende” Verbindung zur haptischen Welt wiederherzustellen vermag.


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Die Ausstellung zeigt entrückte Bildnisse voller Sehnsucht, romantische Begegnungen in der Natur und thematisiert auf der anderen Seite auch die Isolation, Verstörung und Unnahbarkeit des Individuums in einem mitunter mystisch-selbstreferentiellen Umfeld.

Eine Ausstellung zum Jahresprojekt "BERÜHREN”

Teilnehmende Künstler: Per Morten Abrahamsen (Dänemark), Maurizio L‘Altrella (Italien), André Schmucki (Schweiz), Josef Zlamal & Richard Stipl (Tschechien), Alexander Zakharov (Russland)
Kurator: Uwe Goldenstein
Weitere Infos zur Ausstellung: selected-artists.com/news/bsa-galerie-im-park
Ausstellungsflyer


Peter Suhrkamp, 1949 Foto: Englert
20.11. - 5.2.2017 | Galerie im Park

Peter Suhrkamp (1891–1959) – Lebenswege

„Ich hatte den Krieg an schwersten Stellen und in exponierten Lagen mitgemacht, war 1918 völlig an ihm zerbrochen gewesen. Kurz gesagt: er hatte mich ins Irrenhaus gebracht“ Peter Suhrkamp. Die Wanderausstellung zum 125. Geburtstag zeigt die wechselhafte Lebensgeschichte einer faszinierenden Persönlichkeit zwischen dem Kaiserreich, der Nazizeit und dem Nachkriegsdeutschland.


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Die Wanderausstellung, die an wichtigen Lebensstationen Suhrkamps gezeigt wird, nimmt die Spuren seines Lebensweges auf: über Kirchhatten, wo er am 28.3.1891 als ältester Bauernsohn geboren wurde, über Oldenburg, wo er das Lehrerseminar absolvierte und anschließend in Augustfehn als Volksschullehrer arbeitette, über Bremen, wo er 1918 als Soldat in der Psychiatrischen Irrenanstalt St. Jürgen-Asyl in Behandlung war, bis nach Sylt, das 1959 seine letzte Ruhestätte wurde.
Ausstellungsflyer
Projektträger
Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V.
Mit freundlicher Unterstützung von
EWE, oldenburgische Landschaft, LzO, Suhrkamp, Eisenhütte,
Gemeinde Hatten, LB Oldenburg, Landkreis Ammerland,
Landkreis Oldenburg, Heimatverein Kirchhatten


Spätes Selbstbildnis (Ausschnitt), aus: Begleitkatalog zur Ausstellung »Sefa«, hrg. Nina Janssen/Antje Sander,2015
12.2. - 30.4.2017 | Galerie im Park

Sefa. Die Malerin Josefa Egberts (1893–1941). Zwischen Ausbruch und Verzweiflung

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen, Ölgemälde, Holzschnitte, Grafiken und zahlreiche Exponate aus dem Nachlass der begabten Künstlerin und widmet sich dabei auch ihrer Biographie. Dass ihr Schicksal „zwischen Ausbruch und Verzweiflung“ kein Einzelfall war, zeigt ergänzend die Lebensgeschichte der Bremer Schriftstellerin Lucy Einstmann (1871–1942).


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Ein paar Bilder, Zeichnungen, Skizzenbücher und Fotos. Das ist alles, was heute an die Malerin Josefa Egberts erinnert, die in den 1920iger Jahren hoffnungsvoll ihre künstlerische Ausbildung begann. Wie viele Frauen ihrer Zeit versuchte sie, aus der tradierten Frauenrolle auszubrechen. Der Versuch scheiterte. Die letzten Lebensstationen der Malerin zeichnen dies über verschiedene Psychiatrieaufenthalte bis hin zu ihrer Ermordung in der Gaskammer von Hadamar nach.
Ausstellungsflyer


© Martin Langhorst">
Johanna von Schönfeld, Ohrenkuss-Ausgabe "Superkräfte", 2013
© Martin Langhorst
14.5. - 27.8.2017 | Galerie im Park

TOUCHDOWN Eine Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom

Diese Ausstellung erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Down-Syndroms. Sie zeigt Spuren von Menschen mit Down-Syndrom in verschiedenen Zeiten und in Ländern, in Kunst und Wissenschaft. Sie erzählt, wie Menschen mit Down-Syndrom heute in unserer Gesellschaft leben, wie sie früher gelebt haben und wie sie in Zukunft leben möchten.


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Die Besucher lernen den englischen Arzt John Langdon Down (1828–1896) kennen, nach dem das Down-Syndrom benannt ist. Die Ausstellung erzählt aber auch von der Ermordung von Menschen mit Down-Syndrom in der Zeit des Nationalsozialismus und beschäftigt sich mit der neuesten wissenschaftlichen Forschung über die Trisomie 21.
Video:
Behind the art – Ausstellung in der Bundeskunsthalle
Die Ausstellung Flyer ist Teil des Jahresprojektes LEIDENSCHAFT, sie wird ergänzt durch ein Begleitprogramm.
Touchdown ist eine Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn, in Kooperation mit dem Forschungsprojekt TOUCHDOWN 21
Den Text des Begleit-Programms finden Sie auch in "Klarer Sprache" hier