Alle Veranstaltungen in der Monatsübersicht

BERÜHREN
Jahresprojekt 2016

Was berührt uns? Wovon werden wir berührt? Was berühren wir gerne, welche Berührungen machen uns Angst? Oder krank? Und was passiert, wenn Berührung gar nicht mehr möglich ist? Wie kam es, dass der in der Hierarchie der fünf Sinne über zweitausend  Jahre ganz unten stehende Tastsinn heute zur Nr.1 avanciert ist? 


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Fünf Themenabende, Praktische Übungen und künstlerische Beiträge machen die Inhalte für jeden erfahrbar. Ausstellungen, Workshops,
Erzählcafés, eine Filmreihe und künstlerische Kinderprojekte erweitern und vertiefen das Thema »BERÜHREN«.
Infos zu allen Veranstaltungen des Jahres finden Sie im Projektflyer



Julius Klingebiel in seiner Zelle vor seiner Malerei, um 1954 Foto: Asklepios Fachklinikum Göttingen
So. 26.6. - So. 4.9. | Galerie im Park

Ausbruch in die Kunst.
Julius Klingebiel: Zelle Nr.117

Julius Klingebiels (1904 - 1965) Schicksal und sein bis heute unbekanntes künstlerisches Werk sind einzigartig und faszinierend. Mit 35 Jahren psychisch erkrankt, wurde er 1940 im »Verwahrungshaus Göttingen« untergebracht. Er überlebte die NS-Psychiatrie, blieb aber nach dem Krieg weiterhin geschlossen verwahrt. Von 1951 bis 1963 bemalte er die Wände seiner Einzelzelle und schuf ein einzigartiges Zeugnis der Outsiderkunst. Diese Zelle wird in der Galerie als Fotoinstallation – ergänzt durch künstlerische Arbeiten von Gefangenen und Psychiatriepatienten – zu sehen sein.


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Die Ausstellung ist Mi-So / 11 - 18 h geöffnet. Eintritt: 4,- / 2,-


Ausschnitt Ausstellungsflyer
Mi. 3.8. - Di. 6.9. | Untere Rathaushalle Bremen

erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Die Ausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens
als Leitlinie. Sie erzählt die Geschichte von Ausgrenzung,
Zwangssterilisationen und Massenmord, beschäftigt sich mit Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.


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Multimedia-Reportage

Das Begleitprogramm zur Ausstellung setzt sich in Vorträgen,
Zeitzeugengesprächen, Führungen und Filmen nicht nur mit der Geschichte nationalsozialistischer Psychiatrie- und Gesundheitspolitik auseinander.
Es schafft darüber hinaus ein breites Forum für aktuelle Fragen, die vor dem historischen Hintergrund betrachtet werden: Entschädigung und Wiedergutmachung, Stigmatisierung und Partizipation von Menschen mit körperlichen, geistigen und psychischen Behinderungen, Krankentötungen heute und aktuelle medizin-ethische Fragestellungen.
Das Projekt startet mit dem Gedenktag am Mo 30.5. um 16 h am Mahnmal IRRSTERN im Park des Klinikums Bremen-Ost.
Weitere Veranstaltungen finden Sie im Begleitprogramm!
Ausstellungsflyer
Begleitprogramm
Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in
Verbindung mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden
Europas und der Stiftung Topographie des Terrors.
Multimedia Reportage WESER-KURIER


Die Ausstellung ist täglich von 9 h bis 18 h geöffnet (barrierefreier Zugang). Der Eintritt ist frei


Mi. 3.8. - Di. 6.9. | Untere Rathaushalle

erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Für Schulen und Privatgruppen besteht die Möglichkeit einer
einstündigen Führung durch die Ausstellung. Auf Wunsch kann die Führung in leicht verständlicher Sprache durchgeführt werden. Nach Absprache besteht auch die Möglichkeit von Tandem-Führungen mit Zeitzeugen, Psychiatrie-Erfahrenen oder anderen Fach-ExpertInnen.


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Ab 7. Klasse, Dauer: ca. 60 Min.
Kosten: 50,- € pro Gruppe bis zu 25 Personen 
Anmeldung: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Foto: Archiv KHM
Sa. 27.8. 16.00 Uhr | Untere Rathaushalle

erfasst, verfolgt, vernichtet - Öffentliche Führungen

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung mit Jens Buttgereit und Jannik Sachweh. Eine Voranmeldung wird empfohlen.


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Termine
So. 28.8.2016 | 16.00
Sa. 3.9.2016 | 16.00
So. 4.9.2016 | 16.00


Kosten: 5 € /3 €
Anmeldung: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Mahnmal IRRSTERN im Park des Klinikum Bremen-Ost
So. 28.8. 10.00 - 13.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Spuren der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik im Stadtteil Osterholz

Mit dem Fahrrad werden bedeutende historische Orte ehemaliger Wohlfahrtseinrichtungen im Stadtteil Osterholz aufgesucht: die Bremer Nervenklinik, die Stiftung Egestorff, das St. Petri Kinder und Waisenhaus, der Ellener Hof und das Sanatorium Dr. Benning. Mitglieder der Geschichtswerkstatt stellen die Geschichte dieser Orte und deren Beteiligung an dem rassenhygienischen NS-Gesundheitsnetzwerk vor.


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Treffpunkt: Krankenhaus-Museum, Züricher Str. 40
kostenfrei mit Anmeldung: Info@kulturambulanz.de; Tel. 0421 - 408 17 57


So. 28.8. 15.00 - 18.00 Uhr | Haus im Park

Gartenkultur-Musikfestival & Tag der offenen Tür

Ein Sommertag für die ganze Familie mit Livemusik von Sax & Schmalz, Führungen, Gespräche und Picknick im Park!
Die weitläufige Parkanlage des Klinikums Bremen-Ost lädt mit ihrem alten Baumbestand und ihren Jugendstil-Altbauten
zum Genießen und Picknicken ein. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Haus im Park statt.


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Sax & Schmalz – das sind: Penny Penski (Gitarre/Gesang), Jan Fritsch (Klarinette/Saxophon/Gesang) und David Jehn (Kontrabass/Gesang). Immer pfiffig und tanzbar! Ob Swing, Bossa Nova, Walzer, Tango, Rock‘n Roll oder nostalgische Schlager, nichts ist diesem Trio fremd!
Letzte Gelegenheit! Die viel beachtete Ausstellung "Ausbruch in die Kunst. Julius Klingebiel: Zelle Nr. 117" geht zu Ende. Im Krankenhaus- Museum und in der Galerie im Park gibt es kostenlose Kurz-Führungen mit Kerstin Hornung durch alle  Ausstellungen.
Unterstützt durch WiN (Wohnen in Nachbarschaften)


Eintritt frei


Hedwig Thelen
So. 28.8. 15.00 Uhr | Untere Rathaushalle

Zeitzeugengespräche: erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Zeitzeugen und Zeitzeuginnen erzählen aus ihrer Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus. Helga und Ludwig-Wilhelm Müller und Walter Küchelmann haben Onkel oder Schwester verloren. Wie gingen die Familien mit dem Schicksal ihrer Angehörigen um? Moderation: Hedwig Thelen


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Angehörige – Erwachsene, Jugendliche, Kinder – ihre Familien sind Opfer von Medizinverbrechen geworden. Jahrelang fehlte ihnen die Gewissheit, was in der Zeit des Nationalsozialismus wirklich mit den Eltern, Geschwistern, Tanten und Onkeln passiert ist.
Denn die Wahrheit über die Verbrechen – wie dem Mord an behinderten Menschen und Psychiatriepatienten und der Zwangssterilisation tausender Frauen und Männer – wurde nicht nur in Politik und Gesellschaft, sondern auch in den Familien selbst meist verschwiegen.


Eintritt frei