BERÜHREN
Jahresprojekt 2016

Was berührt uns? Wovon werden wir berührt? Was berühren wir gerne, welche Berührungen machen uns Angst? Oder krank? Und was passiert, wenn Berührung gar nicht mehr möglich ist? Wie kam es, dass der in der Hierarchie der fünf Sinne über zweitausend  Jahre ganz unten stehende Tastsinn heute zur Nr.1 avanciert ist? 


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Fünf Themenabende, Praktische Übungen und künstlerische Beiträge machen die Inhalte für jeden erfahrbar. Ausstellungen, Workshops,
Erzählcafés, eine Filmreihe und künstlerische Kinderprojekte erweitern und vertiefen das Thema »BERÜHREN«.
Infos zu allen Veranstaltungen des Jahres finden Sie im Projektflyer



Ausschnitt Foto: Denis Rouvre, Kazuko Kobayashi, 2011/12
So. 6.3. - So. 19.6. | Galerie im Park

INCIDENTS – ZWISCHENFÄLLE 事件

Deutsch-Japanische Künstler nach Fukushima

Die Bilder der Dreifach-Katastrophe von Fukushima vom 11.3.2011 haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt.
15 internationale KünstlerInnen erinnern im Innen- und Außenbereich der Ausstellung in vielfältiger Weise (Objekte, Fotografie, Skulptur, Video, Installation, Malerei) an die Ereignisse in Fukushima. Der Fokus richtet sich dabei auf den künstlerischen Umgang mit der Katastrophe, auf die Situation der Menschen heute, insbesondere die der Strahlenflüchtlinge.
Welche ganz persönlichen Erzählungen verbinden die Künstler mit Fukushima als Ort und Symbol?


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Ausstellungsflyer

Künstler: Klaus-Dieter Brunotte (Poesie), Alex Cerveny (Malerei, Objekt), Frank Fuhrmann (Rauminstallation), Chieko Fumikura (Malerei), Helmut Hennig (Video), Malte Jaspersen (Hörspiel), Wolfgang Jeske (Landart, Objekte), Satoshi Ogawa (Installation), Denis Rouvre (Fotografie), Christoph Rust (Lichtinstallation) Ute Seifert (Installation) Takashi Suzuki (Malerei), Shintaro Yanagida (Video), Kwanho Yuh (Fotografie), Michael Zwingmann (Skulptur, Installation)
Kuratoren: Frank Fuhrmann, Ute Seifert, Achim Tischer
Das Projekt ist eine Kooperation der KulturAmbulanz
mit der IPPNW


Die Ausstellung ist geöffnet: Mo-Do / 11-18 Uhr
Eintritt: 4,- / 2,-


Sa. 28.5. 16.00 Uhr | Galerie im Park

INCIDENTS - ZWISCHENFÄLLE 事件

Teezeremonie

Teezeremonie zum Gedenken an die Opfer von Fukushima mit Mariko Hayashi.


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So. 29.5. 16.00 Uhr | Haus im Park

Rumpelstilzchen – oder: Alles andere bleibt geheim

Der König lässt die Müllerstochter über Nacht in die Strohkammer sperren. Mit Hilfe eines Spinnrades soll sie Stroh zu Gold spinnen. Wie sie es schafft am nächsten Morgen das Gold vorweisen zu können, ist dem König ein Rätsel, aber dass ihr jemand in der Nacht half, behält die kluge Müllerstochter natürlich für sich. Liederrevue mit Stroh und Spinnradschlagzeug, gespielt vom Tamalan Theater. Ab 4 Jahren.


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Das Tamalan Theater spielt die Geschichte über die unmöglichen   Möglichkeiten für Kinder und Familienpublikum mit viel Stroh, feurigen Tänzen und einem echten Spinnradschlagzeug.
Regie: Kai Helm
Kostüme: Monika Wondra, Anni Ruhland
Musik: Helmut Ferner
Idee, Produktion und Schauspiel: Anni Ruhland und Helmut Ferner

Seit der Premiere am 20. Nov 2005 über 150 Gastspiele auf Bühnen und Festivals, in Schulen, Kulturzentren und als Freiluft-Theater in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Norditalien.
Prämiert und ausgewählt für die Spielreihe als Kindertheater in den Ferien 2010 des Nordrhein-Westfälischen Kultursekretariates (www.nrw-kultur.de) und im Frühjahr 2011 für die Spielreihe Kindertheater des Monats in Schleswig-Holstein (www.kindertheater-des-monats.de).
... starkes Theater... (Soltauer Zeitung)
... ohrwurmverdächtige Lieder... (Hannoversche Allgemeine)
... hinreißend komisch... (Norddeutsche Zeitung)
... stehende Ovationen und Zugaberufe... (Bremer Weserkurier)
... fantasievoll, ideenreich und gekonnt... (Lippische Landeszeitung)


4,- / 2,50
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Mahnmal IRRSTERN im Klinikpark
Mo. 30.5. 16.00 Uhr | IRRSTERN Mahnmal im Klinikpark

Gedenktag für die Opfer der NS-Psychiatrie und Gesundheitspolitik in Bremen

Startveranstaltung zur Ausstellung "erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus".
Auch Bremer Bürgerinnen und Bürger wurden im Nationalsozialismus Opfer von Medizinverbrechen. Erinnert wird an hunderte Menschen aus der Psychiatrie, die in Tötungsanstalten – in der Bremer Nervenklinik – ermordet oder zwangsweise  sterilisiert wurden.
Es sprechen: Prof. Dr. Jens Reimer (Leitung Zentrum für psychosoziale Medizin) und Friedrich Buhlrich (Gedenkkreis).


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Fr. 3.6. 20.00 Uhr | Haus im Park

Das Rumiprojekt

Gedichte des Sufipoeten, orientalischer Worldjazz & Derwischtanz
Das fünfköpfige Rumiprojekt ist inspiriert von dem mystischen Sufi-Poeten Mevlana Rumi (1207–1273). Kaum ein anderer Dichter
vermag es, die »ewige Liebesgeschichte« zwischen Gott und Mensch in Worte zu fassen. Traditionelle Instrumente werden mit modernen Textinterpretationen und Klängen verbunden.


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Weitere Infos zum Rumi Projekt


10,-
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Yuho Furusawa
Sa. 4.6. 18.00 - 1.00 Uhr | Galerie im Park

"BEWEGT"
Lange Nacht der Bremer Museen

Unter dem Motto »Bewegt« finden während der Langen Nacht Führungen, Lesungen und ein außergewöhnliches, einmaliges  Konzert statt.
19 h , 22 h, 23 h Lesung japanischer Haikus
19 h, 20 h, 21 h, 22 h, 23 h Führungen durch die Dauerausstellung »Vom Narrenkäfig zur Nervenklinik«
18.30 h, 20.30 h , 21.30 h, 22.30 h Führungen durch die Ausstellung INCIDENTS – Zwischenfälle
20 h Konzert Incident in the Sea mit Shunsuke Mizuno, Eckhard Liss und Yuho Furusawa

Die Karten berechtigen zur kostenlosen Fahrt auf allen regulären Linien der ÖPNV. Zwischen Kunsthalle und Krankenhaus-Museum besteht außerdem ein direkter halbstündiger Shuttleverkehr.
VVK: Veranstaltungsbüro


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12,- / Family 24,- (Erm. Abo-Card Weser-Kurier: 9,-/ Family 18,-)
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Sa. 4.6. 20.00 Uhr | Haus im Park

INCIDENTS - ZWISCHENFÄLLE 事件
Incident in the Sea

Konzert mit Shunsuke Mizuno (Bass), Eckhard Liss (Querflöte); Yuho Furusawa (Nô-Tanz, Ji-uta-mai)
Der renommierte japanische Bassist und Komponist Shunsuke Mizuno studierte 1980 Jazz in den USA. Zusammen mit Eckhard Liss, Springe, spielt er Stücke von seiner CD „Fukushima“.


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In dem neuen Stück „Incidents“ verbinden sich Gebet, Hoffnung sowie Friede und „Sicherheit des Herzens“. Begleitet wird die Musik von der in Japan berühmten Nô-Tänzerin Yuho Furusawa. Ihre Performance verbindet traditionelle japanische Formen mit modernen experimentellen Formen des Tanzes.


12,- / 8,-
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Sergio Coto Blanco
So. 5.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Alte Musik
Lautenschmaus

Sólveig Thoroddsen Jónsdottir (Barockharfe) und Sergio Coto Blanco (Laute und Theorbe) spielen Musik von John Dowland, John Blow, Henry Purcell u.a.. Eine Kooperation mit der HfK Bremen.


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Foto: Die Anderen
Do. 9.6. 19.30 Uhr | Haus im Park

Berührungstabus – Inklusion
und Ausgrenzung

Am Beispiel der subtilen Behindertenfeindlichkeit unserer Gesellschaft wird gezeigt, wie Anspruch und Wirklichkeit aktueller Inklusions- und Integrationsforderungen auseinanderklaffen.


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Die Feindlichkeit dient unbewusst dazu, archaische Ängste vor Verletzlichkeit und Vergänglichkeit abzuwehren.
Eine Auseinandersetzung mit diesen Ängsten ist aber die Voraussetzung für Beziehungen mit behinderten und fremden Menschen.
Referent: Prof. Dr. Rolf Haubl (Soziologe, Gruppenanalytiker, Frankfurt)
Teilnehmer: Dr. Burkhard Mehl (Leiter Sozialpädiatrisches Institut, Libuse Cerna, globale Literaturfestival), Inga Becker (Choreographin, Autoren der Redaktion „Irrturm“)
Moderation: Jessica Bloem
Tanz: Die Anderen, inklusives Tanztheater


Eintritt frei


Fr. 10.6. 15.00 Uhr | Galerie im Park

INCIDENTS – ZWISCHENFÄLLE 事件
Kirschblütenschnee in Fukushima

Freitagslesung mit Klaus Dieter Brunotte. Kirschblütenschnee begleitet literarisch die Ausstellung INCIDENTS. Brunottes Gedichte sind eine Geschichte über das, was einmal in Fukushima war und über die Fröhlichkeit und Schönheit der Kirschblüten in einer friedlichen Landschaft.


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So. 12.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Die Zauberflöte

Die Mächte des Guten kämpfen gegen die Mächte des Bösen. Tamino, ein Prinz, wird durch die Königin der Nacht vor einer riesigen Schlange gerettet. Dafür soll er ihre Tochter Pamina aus dem Palast von Sarastro, dem Herrn des Lichtes, befreien. Mit Hilfe von Papageno, einem Vogelfänger, gelingt dies auch – wenn auch anders als von der Königin der Nacht geplant.
Ein märchenhaft-spannendes musikalisches Figurenspiel mit der Musik Mozarts, für Kinder ab 4 Jahren inszeniert (Regie: Dietmar Staskowiak/Tamalan Theater)


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4,- / 2,50
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Sa. 18.6. 15.00 Uhr | Haus im Park

INCIDENTS – ZWISCHENFÄLLE 事件
Hitono Nozomino Yorokobiyo – Meiner Seelen Wonne

Film von Masakazu Sugita, Japan 2013, 85 Min.
Nach dem schweren Erdbeben sind nicht nur die Häuser zerstört, die Überlebenden bleiben auf den Trümmern zurück. Der Film erzählt in ruhigen Bildern vom Schicksal der Geschwister Haruna und Sotha.


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Weitere Infos zu diesem Film www.berlinale.de


5,- / 3,-Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


So. 19.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Gitarre - Spezial

Meisterkonzert mit Andrew York / USA, gespielt werden Werke von Bach und York.
Ausnahmegitarrist Andrew York ist einer der heute meist geliebten Komponisten für klassische Gitarre und ein Künstler internationalen Ranges. Seine Kompositionen vereinen die Stile altertümlicher Epochen mit modernen musikalischen Richtungen, bei denen er Musik erschafft, die gleichzeitig lebendig, vielschichtig und zugänglich ist.
Leitung: Prof. Jens Wagner


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 Andrew erhielt einen GRAMMY als Mitglied des Los Angeles Guitar Quartets. In seinen Konzerten wird die Bühne zum Wohnzimmer, und die musikalische Konversation beginnt mit der ersten Note. Seine Authentizität hat eine weltweite Anhängerschaft inspiriert, sein Tourplan umspannt mehr als 30 Länder. Jüngste Konzerte schließen USA, Rom, Bogotá, Peking, Ankara, Deutschland, Belgien, Finland, Estland, Spanien, Portugal, Tschechische Republik und Andrews zwölfte Japan-Tournee mit ein.
Andrew überquert stilistische Grenzen mit ungewöhnlicher Kompetenz – neben seinem klassischen Wirken hat er außerdem einen umfangreichen Background als Jazz-Gitarrist; er studierte mit den Jazz-Legenden Joe Diorio und Lenny Breau. Als klassischem Musiker wurde Andrew ein Stipendium von der Del Amo Foundation for Study in Spanien verliehen. Andrew erhielt sein Diplom als "Magister der Musik” von der Universität von Süd-Kalifornien (USC), und er ist der einzige USC-Absolvent in der Geschichte der Universität, der zwei Mal die Auszeichnung "Hervorragender Absolvent des Jahres” erhalten hat, 1997 als Mitglied des LAGQ und 2003 als Solokünstler.


Eintritt frei


Ausschnitt W. Jeske "Gift of Live", 2016
So. 19.6. 16.00 Uhr | Galerie im Park

INCIDENTS - ZWISCHENFÄLLE 事件

Finissage

Finissage mit Führung (Kerstin Hornung) durch die Ausstellung. Die Kuratoren sind anwesend.


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5,- / 2,50 (inkl. Eintritt)



Fr. 24.6. 19.00 Uhr | Haus im ParkGastveranstaltung

Sommerliches Chorkonzert

Der Kammerchor der Hochschule für Künste Bremen singt Chöre aus der Mozart Oper „Idomeneo“. Leitung: Friederike Woebcke


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Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart, Chöre aus der Oper „Idomeneo“
Franz Schubert, „Miriams Siegesgesang“
Es singen der Kammerchor und Solisten der HfK Bremen
Am Klavier: Alina Kushniarova und Linde Müller-Blaak
Leitung: Daniel Mayr und Friederike Woebcken


Eintritt frei


Andreas Salm
So. 26.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Piano Podium "extra" und ohne Piano

Das hochkarätig besetzte »reed trio bremen« (Burkhard Orlovsky, Oboe; Andreas Salm, Klarinette; Rainer Hory, Fagott) nutzt diesen unbesetzten Podiumstermin für eine Darbietung der Sonderklasse. Werke von der Renaissance bis heute garantieren Abwechslung und Spielfreude.


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Tafel R: Längswand rechts (Ausschnitt) aus: Katalog "Die Klingebiehl-Zelle, Andreas Spengler/Manfred Koller/Dirk Hesse, 2013
So. 26.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Ausbruch in die Kunst – Julius Klingebiel: Zelle Nr. 117

Eröffnung der Ausstellung
Es sprechen:
Dr. Friedrich Schwerdtfeger, Prof. Andreas Spengler und Achim Tischer
Einführung: Prof. Siegfried Neuenhausen


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J. Klingebiehl am Fenster vor seiner Malerei, um 1954
aus: Katalog "Die Klingebiehl-Zelle, Andreas Spengler/Manfred Koller/Dirk Hesse, 2013
So. 26.6. - So. 4.9. | Galerie im Park

Ausbruch in die Kunst.
Julius Klingebiel: Zelle Nr.117

Julius Klingebiels (1904 - 1965) Schicksal und sein bis heute unbekanntes künstlerisches Werk sind einzigartig und faszinierend.
Mit 35 Jahren psychisch erkrankt, wurde er 1940 im »Verwahrungshaus Göttingen« untergebracht. Er überlebte die NS-Psychiatrie, blieb aber nach dem Krieg weiterhin geschlossen verwahrt. Von 1951 bis 1963 bemalte er die Wände seiner Einzelzelle und schuf ein einzigartiges Zeugnis der Outsiderkunst. Diese Zelle wird in der Galerie als Fotoinstallation – ergänzt durch künstlerische Arbeiten von Gefangenen und Psychiatriepatienten – zu sehen sein.


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Eröffnung der Ausstellung am So 26.6. um 16 h im Haus im Park, der Eintritt ist frei
Es sprechen:
Dr. Friedrich Schwerdtfeger, Prof. Andreas Spengler und Achim Tischer / Einführung: Prof. Siegfried Neuenhausen

Ausstellungsflyer


Die Ausstellung ist Mi-So / 11 - 18 h geöffnet. Eintritt: 4,- / 2,-


Ausschnitt Ausstellungsflyer
Mi. 3.8. - Di. 6.9. | Untere Rathaushalle Bremen

erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Die Ausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens
als Leitlinie. Sie erzählt die Geschichte von Ausgrenzung,
Zwangssterilisationen und Massenmord, beschäftigt sich mit Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.


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Das Begleitprogramm zur Ausstellung setzt sich in Vorträgen,
Zeitzeugengesprächen, Führungen und Filmen nicht nur mit der Geschichte nationalsozialistischer Psychiatrie- und Gesundheitspolitik auseinander.
Es schafft darüber hinaus ein breites Forum für aktuelle Fragen, die vor dem historischen Hintergrund betrachtet werden: Entschädigung und Wiedergutmachung, Stigmatisierung und Partizipation von Menschen mit körperlichen, geistigen und psychischen Behinderungen, Krankentötungen heute und aktuelle medizin-ethische Fragestellungen.
Das Projekt startet mit dem Gedenktag am Mo 30.5. um 16 h am Mahnmal IRRSTERN im Park des Klinikums Bremen-Ost.
Weitere Veranstaltungen finden Sie im Begleitprogramm!
Ausstellungsflyer
Begleitprogramm
Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in
Verbindung mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden
Europas und der Stiftung Topographie des Terrors.


Die Ausstellung ist täglich von 9 h bis 18 h geöffnet (barrierefreier Zugang). Der Eintritt ist frei


Mi. 3.8. - Di. 6.9. | Untere Rathaushalle

erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Für Schulen und Privatgruppen besteht die Möglichkeit einer
einstündigen Führung durch die Ausstellung. Auf Wunsch kann die Führung in leicht verständlicher Sprache durchgeführt werden. Nach Absprache besteht auch die Möglichkeit von Tandem-Führungen mit Zeitzeugen, Psychiatrie-Erfahrenen oder anderen Fach-ExpertInnen.


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Ab 7. Klasse, Dauer: ca. 60 Min.
Kosten: 50,- € pro Gruppe bis zu 25 Personen 
Anmeldung: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Foto: Archiv KHM
Sa. 6.8. 16.00 Uhr | Untere Rathaushalle

erfasst, verfolgt, vernichtet

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung mit Jens Buttgereit und Jannik Sachweh. Eine Voranmeldung wird empfohlen.


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Termine
Sa. 6.8.2016 | 16.00
So. 7.8.2016 | 16.00
Sa. 13.8.2016 | 16.00
So. 14.8.2016 | 16.00
Sa. 20.8.2016 | 14.00 Führung in Gebärdensprache
Sa. 20.8.2016 | 16.00
So. 21.8.2016 | 16.00
Sa. 27.8.2016 | 16.00
So. 28.8.2016 | 16.00
Sa. 3.9.2016 | 16.00
So. 4.9.2016 | 16.00


Kosten: 5 € /3 €
Anmeldung: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Foto: Roland Scheitz
Mi. 10.8. 19.00 Uhr | Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4/5

„Es sterben hier mehr als Soldaten im Felde.“

Medizinverbrechen an Bremerinnen und Bremern in der NS-Zeit

Gerda Engelbracht hat in mehr als zwei Jahrzehnten mit ihren Publikationen, Ausstellungen und Vorträgen entscheidend zur wissenschaftlichen Erforschung und Information über dieses bedrückende Kapitel Bremer Geschichte beigetragen. In ihrem Vortrag, den sie mit historischen Fotografien und Dokumenten illustriert, gibt sie einen komprimierten Überblick über den Stand ihrer Forschungsergebnisse.


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Mehr als achthundert Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer, die in Bremen oder Bremerhaven geboren wurden oder gelebt haben, zählen zu den Opfern der nationalsozialistischen Medizinverbrechen. An den Rand der Gesellschaft gedrängt, als „lebensunwert“ diffamiert, wurden sie schließlich nicht nur sozial, sondern auch physisch vernichtet. 
Die Referentin zeichnet beispielhaft die individuellen Auswirkungen der menschenverachtenden Ideologie nach, und zeigt zudem, welche Formen des Erinnerns und Gedenkens sich in den vergangenen 25 Jahren in der Hansestadt herausgebildet haben.
Grußwort: Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz)
Referentin: Gerda Engelbracht M.A. (Kulturwissenschaftlerin, www.gerda-engelbracht.de)


Eintritt frei, Anmedlung empfohlen
info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


Ausschnitt Buchcover
So. 14.8. 15.00 Uhr | Untere Rathaushalle

erfasst, verfolgt, vernichtet.
Die Erwählten

Cornelius Kopf-Finke liest aus dem Roman von Steve Sem-Sandberg „Die Erwählten“, der die Ermordung behinderter Kinder in Wien eindrücklich beschreibt.


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Beschreibung Klett-Cotta:

Adrian Ziegler, der aus einem sozial und erbbiologisch »minderwertigen« Elternhaus stammt, wird im Alter von elf Jahren nach Steinhof gebracht. Dort gehen für die Kinder Phantasie und Wirklichkeit ineinander über. Der Anblick des Berges vor dem Fenster weckt bei ihnen die Hoffnung auf einen Schutzengel, der zur Rettung naht.
Adrians Aufsässigkeit, einschließlich einer kurzzeitigen Flucht, lassen ihn sämtliche Stationen dieser Hölle des Nazi-Systems durchlaufen. Er kommt als Anschauungsobjekt in den Vorlesungssaal und schließlich auf die Krankenstation. Dort arbeitet Anna Katschenka, die den Umgang mit Kindern liebt. Doch Loyalität und Treue lassen sie fraglich erscheinende ärztliche Anweisungen strikt befolgen. Sie macht sich dadurch mitschuldig am Leiden und Tod zahlreicher Kinder. Steve Sem-Sandberg gelingt eine eindrucksvolle Schilderung des Lebens über mehr als sechs Jahrzehnte, wie es sich auch am finstersten Ort gestaltet.

»Sem-Sandbergs Roman ist von eindrucksvoller Weite und Tiefe, zahlreiche seiner Charaktere lassen einen auch lange Zeit nach der Lektüre noch nicht los.« Sydsvenska Dagbladet

»Ein Meisterstück, das jeder lesen sollte« Helsingborgs Dagblad

»Steve Sem-Sandbergs Roman ist keine Aussöhnung mit der Vergangenheit, sondern er hilft uns, das Unverzeihliche besser verstehen zu können.« Babel, SVT

»Es gibt Bücher, die eine Welt erschaffen, in der man für immer bleiben möchte, und andere, die eine so schmerzvolle Welt zeigen, dass man ihr nur entkommen möchte. Dieser Roman ist beiden Kategorien zuzuordnen, wie dies normalerweise bei großer Literatur der Fall ist.« Expressen

 


Eintritt frei


Do. 25.8. 19.30 Uhr | Haus im Park

Die (Wieder)Entdeckung
der Berührung

Am Anfang ist die Haut …
Es erscheint widersprüchlich aber der Alltagsmensch entwickelt immer mehr Strategien sich vor nahen, sinnlich erlebbaren Begegnungen fern zu halten und sucht gleichfalls nach Orten und Gelegenheiten, dieses Existenz erhaltende Verlangen in sich zu stillen. Woher rührt unser Bedürfnis nach Berührung? Was drückt sich in ihr aus? Wie verändert unsere Lebenswelt das Verlangen nach Berührung?


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Referent: Michael Masch (Heilpraktiker, Psychomotorik-Therapeut und Aikidotrainer)
Teilnehmer: Monika Nolte (ltd. Physiotherapeutin, Klinikum Bremen-Mitte), Katja Zeilhofer (Gründerin „Badehaus“), Heinz-Christoph Blume (Kontaktpolizist)
Moderation: Ulrike Petzold
Musik: Anna Markovina (Violine), spielt Johann Sebastian Bachs Chaconne in d-Moll


Eintritt frei


Sa. 10.9. 16.00 Uhr | Galerie im Park

BERÜHREN - Späte Liebe

Janine Claßen, Veranstalterin im Kulturhaus Walle, Freie Schauspielerin und studierte Kulturwissenschaftlerin und Stephan Uhlig, Leiter des Haus Im Park, Musiker und Projektentwickler in der KulturAmbulanz, haben vier ältere Menschen eingeladen, vom Glück, von Chancen, Möglichkeiten und Risiken später Liebe
in ihrem Leben zu erzählen. Filme zum Thema „Späte Liebe“ zeigt
das Kino City 46 im Juni


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André Schmucki, Sidewise, 2015
So. 18.9. - So. 13.11. | Galerie im Park

BERÜHREN

Unsere Gegenwart ist gekennzeichnet von der Auslagerung der Gefühle in die Sphären des Digitalen. Der unmittelbare Kontakt von Mensch zu Mensch spielt immer weniger eine Rolle in der heutigen Kommunikation. Die feinsinnige, subtile Beschäftigung des Künstlers mit der Distanz hingegen vermag eine Atmosphäre zu erzeugen, die ganz leise und intim eine geradezu „berührende“ Verbindung zur haptischen Welt wiederherzustellen vermag.


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Teilnehmende Künstler: Per Morten Abrahamsen (Dänemark), Maurizio L‘Altrella, Robert Bosisio (beide Italien), André Schmucki  (Schweiz), Josef Zlamal (Tschechien).
Kurator: Uwe Goldenstein
Weitere Infos zur Ausstellung: selected-artists.com/news/bsa-galerie-im-park

Die Ausstellung wird am So 18.11. um 16 Uhr eröffnet, der Eintritt ist frei
Einführung: Detlef Stein (Kunstwissenschaftler)


Öffnungszeiten: Mi - So / 11 - 18 Uhr / Eintritt: 4,- / 2,-


Do. 20.10. 19.30 Uhr | Haus im Park

Berührung – wenn nichts mehr geht

Ohne Berührung beginnt kein menschliches Leben zu leben. Die ersten Berührungen legen den Grundstein für Beziehung und Beziehungsfähigkeit, für den Umgang mit Macht und Vertrauen.
Daraus entwickeln sich in unterschiedlichster Weise weitere Bedeutungsmöglichkeiten der Berührung, die erotische, die sexuelle, die mental-geistige, die emotionale.
Warum aber können bestimmte Bedeutungsebenen auch wieder verloren gehen und tragen Institutionen, in deren Obhut Menschen leben, ihnen ausreichend Rechnung?


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Referent: Prof. Dr. Wolfgang Berner (Sexualforscher, Psychiater und Psychoanalytiker (angefragt))
Teilnehmer: Susanne Brockmann (Bremer Heimstiftung), Pastorin Fridericke Jordt (Seelsorgerin)
Moderation: Jessica Bloem
Tanztheater: Aus: „Hand aufs Herz“ vom tanzwerk bremen 60+ mit Helga Kreß und Albrecht Clauß


Eintritt frei


Do. 10.11. 19.30 Uhr | Haus im Park

DIE MÄNNERSPIELERIN

1933 begibt sich Anais Nin, die Rebellin und „wilde Poetin“, in Behandlung bei Sigmund Freuds Schüler Otto Rank.
Eine amour fou beginnt und mit ihr ein gleichwohl verführerisches wie irritierendes Spiel mit fließenden Identitäten und Rollenzuschreibungen.


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Inspiriert durch Anais Nins Tagebücher und feministische Texte sowie Otto Ranks Schriften werden spannungsreiche Berührungspunkte ausgelotet: zwischen zwei Liebenden, zwischen Arzt und Patient, Mutter und Kind, Freunden, Kollegen, Künstlern und Egoisten. Wenn das Leben nur vorwärts gelebt und rückwärts verstanden werden kann, wie viel Raum gibt es dann zwischen Selbstentfaltung
und Selbstanalyse?
Eine Spurensuche im Radius von Selbstdarstellung und Unsichtbarkeit
Produktion: PortFolio Inc., Berlin
Spiel: Judica Albrecht, Thomas Georgi


12,- / 8,-
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)