Do. 1.11. 19.00 Uhr | Haus im Park

Erbkrank oder erziehbar? Heimerziehung und Jugendhilfe im Nationalsozialismus

Vortrag mit Prof. Dr. Carola Kuhlmann (Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum).


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Zwischen 1933 und 1945 wurde über den Wert von Menschen nach (sozial-) rassistischen Kriterien entschieden. Aus der früheren Fürsorge und Wohlfahrtspflege wurde durch zahlreiche neue nationalsozialistische Gesetze und Institutionen eine »Volkspflege«, die scharf trennte zwischen den »minderwertigen Nicht-Erfolgsfällen« und den »erbgesunden Erfolgsfällen«. Autoritäre Erziehung zum Gehorsam und zur Härte stand in den meisten Heimen im Vordergrund.
Eine Kooperation von KulturAmbulanz, Landeszentrale für politische Bildung Bremen und Erinnern für die Zukunft e.V.


Eintritt frei


Filmstill aus Therapie für Gangster
Sa. 10.11. 13.00 Uhr | Haus im Park

Therapie für Gangster - Film, Vortrag und Gespräch

In dieser ausgezeichneten filmischen Dokumentation von Sobo Swobodnik (D/2018/86 Min.) geht es um Straftäter, die ihre Verbrechen während einer Alkohol- oder Drogensucht begangen haben und nun in der Forensischen Psychiatrie untergebracht sind.


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In den schonungslos offenen Gesprächenwird unter anderem deutlich, dass die Therapie bei den verschiedenen Straftätern unterschiedlich gut anschlägt und dass die Abhängigkeit für einige leichter zu überwinden ist als für andere. Filmpräsentation mit anschließendem
Gespräch und Vortrag über Angehörigenarbeit in der Forensik.


Eintritt frei


Di. 4.12. 19.00 Uhr | Haus im Park

Verschwiegene Gewalt – Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in den Stationären Hilfen der Gegenwart

Machtmissbrauch und Gewalt durch Mitarbeiter*innen in der Heim-erziehung sind kein historisch überwundenes Thema, sondern ein andauerndes Problem, das sich regelmäßig anhand öffentlich werdender Fälle zeigt. Vortrag mit Friederike Lorenz M.A.


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Im Vortrag wird der Frage nachgegangen wie Gewalt und Macht-missbrauch in der gegenwärtigen Heimerziehung legitimiert werden und wie dabei ein Verschweigen der Gewalt innerhalb der Organisations- strukturen praktiziert wird. Der Beitrag spannt den Bogen zur Gegenwart anhand einer Studie zu einem aktuellen Fall. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation der KulturAmbulanz mit Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB.


Eintritt frei


Ausschnitt Buchcover
Fr. 11.1. 15.00 Uhr | Galerie im Park

FreitagsLesung "Kriegkindheiten"

FreitagsLesung mit Helga Storm und Mathias Groll. Helga Storm liest aus Ihrer biografischen Erzählung "Tausendjährige Früchte". Ein berührendes Buch über die Narben zweier Generationen, die sowohl den Krieg als auch die traumatischen Folgen erlebten und lebenslang davon geprägt waren. Mathias Groll liest eigene Gedichte aus der Anthologie "Aus dem Gepäck der Kriegskinder" (Hrsg. Inge Buck, Falkenberg-Verlag, Rotenburg 2015). Es sind Gedichte aus dem Blickwinkel eines Kindes und eine Gratwanderung zwischen Erzähltem und Nicht-Erzählbaren.


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Davongekommen
Ich wurde nicht erschossen.
Ich bin nicht verbrannt.
Keine Bombe traf mich.
Ich wurde nicht verschüttet.
Ich bin nicht verhungert.
Keiner von meiner Familie
Kam um.
Ich war noch zu klein,
um jemanden retten
oder verraten zu können.
Meine Schulden sind hoch.
Es ist nicht einfach,
unverdientes Glück zurück zu zahlen.
Mathias Groll


Eintritt frei


Mi. 16.1. 19.00 Uhr | Haus der Wissenschaft

Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945

Vortrag mit Gerda Engelbracht (M.A., Kulturwissenschaftlerin,
Kuratorin, Autorin, Bremen). Die Bremer Kulturwissenschaftlerin hat in ihrer soeben erschienenen Studie* erstmals umfassend nachgezeichnet, wie das „Sichten und Sieben“ in dem sich radikalisierenden Bremer Fürsorgeerziehungssystem funktionierte.


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Wie war der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1933 und 1945 in evangelischen Heimen untergebracht waren? Was erlebten sie dort und welche Rolle spielten Heimleiter*innen, Psychiater und die Verantwortlichen in den Behörden? Welche Auswirkungen hatte das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und die Verlegungen in außerbremische Erziehungsanstalten und Jugendkonzentrationslager?
Moderation: Prof. Dr. Marianne Hirschberg, Hochschule Bremen

*Gerda Engelbracht, „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“. Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945, Edition Falkenberg für den Preis von 9,90 € (ISBN 978-3-95494-160-5)
 


Eintritt frei


„Schlüsselgewalt“ heute: der Schlüsselbund eines jugendlichen Bewohners aus Alten Eichen. Alten
Eichen – Foto: Perspektiven für Kinder und Jugendliche
Do. 7.2. 18.30 Uhr | Alten Eichen

Schutzkonzepte in der modernen Jugendhilfe

Vortrag und Gespräch mit Mitarbeiter*innen, Kinder- und Jugendlichen, die ihre Inhalte vorstellen und über die Herausforderung berichten, den jungen Menschen geschützte Räume anzubieten.
Veranstalter: Alten Eichen – Perspektiven für Kinder- und
Jugendliche


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Um das Risiko zu senken, dass die Einrichtungen "zum Tatort von Gewalt" werden, wurden Bedingungen - sogenannte Schutzkonzepte - geschaffen. In dieser Veranstaltung werden die wesentlichen Inhalte dieses Schutzkonzeptes vorgestellt: Beschwerdemanagement, Verhaltensampel, Stolpersteine im Arbeitsalltag, Kinder haben Rechte, Infos, Beteiligung der Kinder- und Jugendvertretung Junge Eichen, etc.


Alten Eichen – Perspektiven für Kinder und Jugendliche, Horner Heerstraße 19 / Eintritt frei



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